Alkoholfreies Bier

- die Alternative für bewusstes Genießen

 

Ob auf Partys oder beim Essen, nach dem Sport oder bei offiziellen Anlässen: Ein kühles Bier schmeckt vielen einfach am besten. Nur soll es eben nicht immer eines mit Alkohol sein. Und der Promille-Verzicht fällt dem Genießer leicht. Wer zu alkoholfreien Bieren greift, muss weder bei der Qualität noch beim Geschmack Abstriche machen. Mit hohem zeitlichem und technischem Aufwand haben die deutschen Brauer Verfahren entwickelt, auch anspruchsvollste Bierfreunde, die einen klaren Kopf behalten wollen, zufrieden zu stellen.

Mittlerweile können die Freunde der alkoholfreien Biersorte zwischen verschiedenen Marken von rund 200 Brauereien auswählen. Ob Pils und Weizenbier oder auch regionale Spezialitäten wie Kölsch oder Alt: Alkoholfreies Bier ist so vielseitig, dass jeder auf seinen Geschmack kommt.

Umfassende Informationen zur Sorte finden Sie im Portrait hier!

Die aktuellsten Fragen und die richtigen Antworten hier:

  1. Wie viele Brauereien stellen in Deutschland alkoholfreies Bier her?

    • gut 200 Brauereien

  2. Wie hoch ist der Gesamtausstoß / der prozentuale Anteil am Gesamtbiermarkt?

    • Gesamtausstoß ca. 4,1 Mio. hl/2012 ~ 4,3 Prozent Anteil am Biermarkt

  3. Wie lautet die Verkehrsbezeichnung?

    • Alkoholfreies Bier

  4. Wo ist das gesetzlich geregelt?

    • Es gibt keine gesetzliche Regelung. Die Bezeichnung entspricht seit jeher aber der allgemeinen Verkehrsauffassung und steht damit in Einklang mit den Anforderungen der Lebensmittelkennzeichnungsverordnung.

  5. Gibt es andere Länder, wo die Verkehrsbezeichnung Alkoholfreies Bier ebenfalls erlaubt ist?

    • Ja. In Österreich, Belgien, Finnland, Ungarn, Portugal und Polen gibt es gesetzliche Regeln, nach denen alkoholfreies Bier bis zu 0,5 % vol. Alkohol enthalten darf.

  6. Welche Regelungen gibt es für andere Getränke?

    • Gemäß § 47 Weinverordnung ist die Bezeichnung Alkoholfreier Wein bis zu einem Alkoholgehalt von 0,5 % vol. gestattet.
    • Fruchtsäfte und Erfrischungsgetränke dürfen nach den Leitsätzen der Deutschen Lebensmittelkommission ebenfalls Spuren von Alkohol enthalten.
    • Traubensaft darf nach europäischem Recht bis zu 1 % vol. Alkohol ausweisen.

  7. Muss diese Verkehrsbezeichnung ergänzt werden (z.B. Alkoholangabe), da alkoholfreie Biere Spuren von Alkohol enthalten?

    • Nein. Denn die produktionstechnisch bedingten Spuren von Alkohol haben keinerlei physiologische Auswirkungen auf den Körper. Gerade das würde aber ein Verbraucher bei der Angabe des Alkoholgehaltes vermuten.
      Angegeben wird in Untersuchungen, dass man mindestens 15 Flaschen Alkoholfreies Bier trinken muss, um dieselbe Alkoholaufnahme zu erreichen wie mit 1 Flasche „normalem“ Bier.

  8. Gibt es offizielle Aussagen dazu?

    • Ja. Sowohl die EU-Kommission als auch die Bundesregierung haben sich bereits in den 80er bzw. Anfang der 90er Jahren ausführlich mit der Frage der Kennzeichnung des verbleibenden Restalkohols in als „Alkoholfreies Bier“ gekennzeichneten Produkten befasst. Beide Institutionen kamen gleichermaßen zu dem Ergebnis, dass es aus ärztlicher Sicht vertretbar ist, den vorhandenen minimalen Restalkohol nicht deklarieren zu müssen, da diese geringen Alkoholgehalte keine messbaren Wirkungen auf den menschlichen Körper haben.

  9. Wie wirkt sich alkoholfreies Bier auf die Blutalkoholkonzentration aus?

    • Untersuchungen des rechtsmedizinischen Instituts der Universität Freiburg (2010) haben ergeben, dass der Konsum von „Alkoholfreiem Bier“ unter den gewählten realistischen Trinkbedingungen zu keiner relevanten Erhöhung des Blutalkoholspiegels führt. Nach dem Genuss von drei Flaschen (entspricht 1,5 l) „Alkoholfreiem Bier“ in einer Stunden konnten in der Freiburger Studie nur minimale Blutalkoholspiegel festgestellt werden – im Durchschnitt 0,0024 ‰.
      Zudem konnte bei 70 % der Probanden nicht einmal eine minimale Auswirkung auf die Konzentration von Alkohol im Blut festgestellt werden. Der Maximalwert wurde bei einem 72-jährigen Probanden mit 0,0056 ‰ erreicht. Bereits 30 Minuten nach Trinkende war überhaupt keine messbare Alkoholkonzentration im Blut der Probanden mehr feststellbar.

  10. Gibt es Lebensmittel, die ebenfalls Alkohol enthalten?

    • Vielen Lebensmitteln ist gemein, dass bei ihnen wie bei alkoholischen Getränken eine Gärung stattfindet. Hefezellen, die in der Natur fast überall vorkommen, beziehen ihre Energie aus dem Abbau von Zuckern, wobei Ethanol und Kohlendioxid entstehen. Gewisse Mengen an Alkohol entstehen auch bei der Milchsäuregärung. Ebenso werden Spuren von Alkohol auch als Trägersubstanz bei der Herstellung von Aromen verwendet.

      Damit enthalten eine Reihe von Lebensmitteln Alkohol. Beispielhaft sind zu nennen:

      • Essig                 3 g/l
      • Mischbrot        2-4 g/kg
      • Kefir                  6 g/l
      • Königskuchen  6,2 g/kg
      • Sauerkraut      2-8 g/kg
      • reife Bananen   6 g/kg
      • Apfelsaft           2 g/l
      • Traubensaft      3 g/l

        (4 Gramm Alkohol/Liter entsprechen 0,5 % vol.)

 

 

 

 



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